Keyword-Recherche

Was ist eine Keyword-Recherche?

Eine Keyword-Recherche ist zunächst einmal eine Sammlung aus relevanten Keywords zu einem bestimmten Themengebiet. Diesen Keywords werden je nach Datenquelle Daten zugeordnet. Zum Beispiel können den Suchanfragen Suchvolumina aus Google, Bing und Amazon zugeordnet werden. In diesem Text werde ich mich auf die Gewinnung von Daten durch den Google Keyword-Planner beschränken.

Eine gute und zielorientierte Keyword-Recherche ist nach der Suchintention der Zielgruppe strukturiert und lässt diverse Rückschlüsse zu, auf die ich im Laufe dieses Textes noch eingehen werde.

Wozu brauchen wir Keyword-Recherchen?

Zu Beginn eines jeden Projektes sollte eine gründliche Keyword-Recherche durchgeführt werden. Diese Recherche gibt Aufschluss darüber, wonach potenzielle Nutzer suchen, auf welche Keywords man AdWords schalten kann oder zu welchen Inhalten Content aufgebaut werden sollte.

Eine Keyword-Recherche in Relation zu anderen Datenquellen (z.B. Warenbestand) beantwortet die Fragen, wie ein Menü aufgebaut werden sollte, welche Worte in die Überschrift gepackt werden sollten und welche Begriffe in den Texten benutzt werden sollen.

Was kosten Keyword-Recherchen?

Die Kosten für eine Recherche durch einen externen Dienstleister hängen stark vom Themengebiet und dem Anwendungsfall ab. Während man in einer speziellen Nische nur wenig Zeit benötigt, dauert es relativ lange, für einen reichweitenstarken Verlag anhand einer Keyword-Recherche die Navigation zu optimieren. Mit dem Zeiteinsatz schwankt daher auch der Preis von einigen hundert Euro bis zu mehreren Tausend Euros.

Was können Keyword-Recherchen nicht?

Selbstverständlich kann keine noch so gute Keyword-Recherche die eigentliche redaktionelle Arbeit ersetzen. Der Redakteur hat die Aufgabe, mit Erschließung von Themen die Suchintention des Nutzers zu treffen, ihm einen Mehrwert zu bieten und ihn im Idealfall an das publizierende Medium zu binden.

Doch zur Themenplanung und Strukturierung ist eine Keyword-Analyse unerlässlich. Jeder Redakteur sollte mindestens den Keyword-Planner bedienen können, um zu untersuchen, nach welchen Themen die Nutzer wie häufig suchen, welche Sprache sie dabei verwenden und welche Begriffe semantisch ebenfalls relevant sind.

Welche Tools haben sich bewährt?

Wir arbeiten bei Keyword-Recherchen mit einem bewährten Set an Tools und Arbeitsschritten, um ein Höchstmaß an Qualität zu gewährleisten und keine Keywords zu übersehen. Gerade durch die Sprachsuche sind die Suchphrasen länger und vielfältiger geworden, daher lässt sich der Umgang mit großen Datenmengen nicht mehr vermeiden.

Diese Tools sind alle kostenfrei und helfen uns dabei, Keywords, Suchvolumina, estimated CPC und Wettbewerb zu identifizieren:

  • Der Google Keyword-Planner ist kostenlos verfügbar. Man muss sich lediglich einen Google AdWords Account anlegen, eine Kampagne starten, seine Bankverbindung eingeben und dann die Kampagne pausieren, ohne dass Kosten angefallen sind. Dann kann man unbegrenzt auf den Keyword-Planner zugreifen.
  • Neben dem Keyword-Planner ist das Internet selbst der größte Lieferant für Daten. In Preissuchmaschinen und auf Wikipedia gibt es häufig Listen, die man für die eigene Recherche verwenden kann. Auch der Blick in die Google-Suche selbst und Google’s verwandte Suchanfragen oder in den Knowledge Graph helfen hier.
  • Mit Ubersuggest lassen sich einzelne Keywords vervielfältigen. Genauer gesagt gibt Ubersuggest, wie der Name schon sagt, Google’s Suggest pro Keyword wieder. Google Suggest ist ein Spiegel der häufigsten Anfragen zu einem Keyword und daher eine gute Basis für die weitere Recherche.
  • Mit longtail.guru lassen sich Longtail-Keywords generieren. dabei wird wie bei Ubersugest auf die Suchvorschlagsfunktion zugegriffen. Der Vorteil gegenüber Ubersuggest: man greift nicht nur die Google Suggest Daten ab. Mit Longtail Guru könnt ihr auch die Daten von Bing, DuckDuckGo, Amazon, eBay, Otto, YouTube, dem Play Store und sogar YouPorn abfragen.
  • Das wichtigste Hilfsmittel ist kein Tool, sondern ein Plugin für Firefox mit dem Namen iMacros. Mit iMacros vervielfältigen wir Keyword-Listen und fragen den Keyword-Planner automatisiert ab.

Wie setzt man diese Tools effektiv ein?

Jetzt geht es ans Eingemachte! Wie lassen wir die Keyword-Quellen effektiv und effizient miteinander arbeiten?

  1. Wir erstellen eine *.csv Datei und fügen in diese Datei alle möglichen Keywords ein, die uns selber einfallen.
  2. Danach befragen wir unseren Auftraggeber nach relevanten Keywords (ggf. erfasst er die Eingaben der internen Suche, sodass wir wissen, nach was die Nutzer auf seiner Seite suchen).
  3. Natürlich nutzen wir auch das Internet. Wie gesagt: vor allem Preissuchmaschinen und Wikipedia sind gute Quellen für Listen mit relevanten Keywords.
  4. Alle diese Keywords geben wir in Ubersuggest & Longtail Guru ein und fügen alle ausgegebenen Daten der *.csv Datei bei.
  5. Wir haben nun eine große Liste mit Keywords und mit dem nächsten Schritt wird diese Liste noch viel größer: Mit dem iMacro fragen wir zu jedem Keyword in unserer *.csv-Datei die Keyword Ideen im Google Keyword-Planner ab. Den Einsatz von iMacro zur Keyword-Recherche hat Andreas Graap in seinem Blog genau beschrieben.
  6. Alle diese Daten fassen wir in einer Datei zusammen. Diese *.csv Dateien erreichen schnell ein größeres Volumen (nicht selten >10MB), sodass Excel regelmäßig an seine Grenzen stößt.
  7. Mit Hilfe von Filtern clustern wir in Excel im letzten Schritt die Keywords z.B. nach der Suchintention des Nutzers.

Am Ende steht eine Liste mit Keywords, um die dich dein Wettbewerb beneidet. Deine Redakteure werden Dich für diese Datengrundlage lieben. Deine Inhalte können auf der Grundlage valider Daten auf die Bedürfnisse deiner Zielgruppe optimiert werden. Und last but not least: deine Ausgaben in AdWords werden gesenkt.